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Projekttreffen Pausa-Vodnany vom 23.04. bis 27.04.2018

    13 Schüler unserer Schule befinden sich zur Zeit in der Tschechischen Republik in unserer Partnerschule in Vodnany. Gemeinsam mit 13 tschechischen Schülern arbeiten sie an einem Geschichtsprojekt über die Diktaturen in beiden Ländern zu verschiedenen Zeiten. Natürlich wollen wir auch Südböhmen etwas näher kennenlernen.

    Am Montag begann unser Programm mit einem kurzen Rundgang durch die Schule und dem Besuch der Brauerei in Budweis, der zweitgrößten des Landes. Das war ein echtes Erlebnis. Am Abend begaben sich die Schüler in ihre Gastfamilien. Vielen war es etwas mulmig zumute. Am Dienstagmorgen jedoch waren alle mit guter Laune und prall gefüllten Brotbüchsen in der Schule zurück. Natürlich wurden die Sprachkenntnisse auf eine harte Probe gestellt, aber mit Englisch, Deutsch, Tschechisch und Händen sowie Füßen gelang die Kommunikation.

    Die Exkursionen des heutigen Tages waren unserem Projekt gewidmet. In der Nähe der Stadt Pribram besuchten wir die Gedenkstätte Vojna, ein ehemaliges Arbeitslager der kommunistischen Diktatur der Tschechoslowakei, das von 1947-1949 für deutsche Kriegsgefangene, danach bis 1961 als Zwangsarbeitslager und Gefängniseinrichtung für politische Häftlinge des kommunistischen Regimes bestand. Die Ähnlichkeit mit einem KZ der faschistischen Diktatur, wie z.B. Buchenwald war nicht zu übersehen. Unter schlimmsten Bedingungen mussten die Gefangenen im Bergwerk Uran abbauen. Unter den Gefangenen waren berühmte Wissenschaftler, Künstler, Geistliche, Sportler und sogar Helden des antifaschistischen Widerstandes, die bei den regierenden Kommunisten in Ungnade gefallen waren.

    Im gleichen Ort, nur wenige Kilometer vom ehemaligen Arbeitslager entfernt, befindet sich Svata Hora, der Heilige Berg, der älteste und berühmteste Marien-Wallfahrtsort Böhmens. Dieser prachtvoll gestaltete barocke Komplex wird jedes Jahr wegen seiner Schönheit von tausenden Touristen und katholischen Gläubigen besucht.

    Die Eindrücke sind bereits nach zwei Tagen überwältigend und ein interessantes Programm steht uns in den nächsten Tagen noch bevor. Morgen arbeiten wir in der Schule an den Präsentationen und verbringen dann den Nachmittag in den Gastfamilien. Am Donnerstag geht es in die Hauptstadt Prag.

    I. Steppan