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Auf Schatzsuche

     

    Schätze in Pausa Mühltroff? Es soll einzelne Schüler geben, die beim Fach Geschichte nicht ganz so begeistert schauen. Dabei ist in unserer Umgebung so viel Spannendes zu entdecken. Das Mühltroffer Schloss mit seiner wechselvollen Geschichte, die kurze Episode des Kurbades Pausa, … aber Schätze? Niklas Richter aus der Klasse 8b begab sich gemeinsam mit Pfarrer Frank Pierel und Marius Tannhäuser von der Trias OS Elsterberg auf die Suche. In der alten Sakristei der Ebersgrüner Kirche fand am 29.08.2013 eine Begehung mit Denkmalspflegern statt. Hinter einem kleinen Loch in der Außenmauer entdeckte Niklas einen Hohlraum, der wohl schon beim Bau des Kirchturmes vorgesehen war. Die Denkmalschützer dachten erst an eine Belüftung, aber es handelte sich vermutlich um ein geplantes Schatzversteck für die Ebersgrüner. Bei den Grabungen, die sorgsam mit Kelle und Pinsel von den genannten Personen durchgeführt wurden, kamen verschiedene Fundstücke zum Vorschein. Münzen, der Teil eines Leuchters, Holzstücke (ganz wichtig zur Altersbestimmung) und natürlich auch viel Unrat.

    Wer Interesse hat, an den Grabungen und Forschungen mitzuarbeiten, wendet sich an Herrn Pierel.

    Niklas trug zur Veröffentlichung im Kirchenblatt folgende Informationen aus den genannten Quellen zusammen:

    Kurzer Überblick zur Geschichte der Ebersgrüner Kirche

     Die Ebersgrüner Kirche hat sich aus einem alten Wehrturm, der zu einer Ringwallanlage oder Straßensicherung gehört hat, entwickelt. Amandus Haase bezeichnet es so: „Stellung des kleinen Bühls zur alten Thüringer Straße.“. Die Entstehung ist unklar, aber geht (weit) vor die Reformation. Es ist aber nicht zu sagen, was zuerst da war: Dorf oder Kirche oder vielleicht war die Ebersgrüner Kirche sogar eher als die Pausaer? Dieses sind aber nur Vermutungen und können nur sehr geringfügig oder gar nicht historisch belegt werden. Im 12.Jh. hat ein Herr von Röder auf dem Pfarrholz bei Wolfshain zwei Bauernhöfe zur Pfarre Ebersgrün legiert, diese sind besonders im 30jährigen Krieg zu Wald geworden. 1529 erfolgt eine Kirchenvisitation, die bisher katholische Kirche wird evangelisch. Am 24. Juli 1674 wurde das Dach der Kirche durch starken Wind abgedeckt. 1679 wurde der Gottesacker erweitert. Ebenfalls 1679 wurde beim Einläuten des Dank- und Friedensfestes der Glockenstuhl wandelbar. 1679 bzw. 1681 wurden der Turm und das Dach mit Schindeln gedeckt und der Glockenstuhl erweitert. Pfarrer Eckardt ließ 1706 „eine feine Kanzel und Pfarrstand um sehr geringe Kosten erbauen...“. 1706 wurde eine neue Orgel eingebaut. Diese kostete 61 Thlr..1711 wurde der Taufengel angeschafft. Bereits im 18 Jhd. wurde begonnen den Raum unter der alten Sakristei als Begräbnisstätte für Pfarrer und andere zu nutzen. 1733 wird die Kirchturmuhr von der Pausaer Kirche gekauft und in Ebersgrün eingebaut. Nach dem großen Stadtbrand 1822 in Pausa benutzten die Pausaer eine Zeit lang die E. Kirche mit. 1859 wurde das Steinkreuz (Sühnekreuz), das einige Jahre zuvor heruntergefallen war, auf die Friedhofsmauer gesetzt. Die Glocken mussten in beiden Weltkriegen abgeliefert werden. Die jetzige Orgel wurde 1974 eingebaut. 1997 wurde die Gedenktafel für Pastor Blume angebracht.

    *Quellen: Ortschronik Ebersgrün, Hiller`sche Chronik, Chronik Erich Kühn, Sachsens Kirchengalerie, 1844